zuruecksetzenDas Angeln hört mit dem Fangen der Fische nicht auf. Ein verantwortungsbewusster Angler muss wissen, wie er den Fisch richtig zu behandeln hat, um ihn gegebenenfalls vorsichtig zurücksetzen zu können.

Für die Misshandlung eines Fisches gibt es keine Entschuldigung. Einen Fisch nicht waidgerecht zu behandeln, kann nicht geduldet werden. Ein solches Fehlverhalten gibt den Gegnern des Angelsports reichlich Munition in die Hand, mit der sie sich auf die Angler einschießen können.

Jeder Anfänger muss eine klare Vorstellung davon haben, was er mit einem gefangenen Fisch anzufangen hat; dem erfahrenen Angler sollte bewusst sein, dass er durch waidgerechtes Verhalten das Bild in der Öffentlichkeit positiv beeinflussen kann.


Einen Fisch abhaken
Ein untermaßiger Fisch wurde gehakt und ist aus dem Wasser. Er muss unverzüglich zurückgesetzt werden. Doch wie macht man das?

 

Bevor man den Fisch berührt, macht man die Hände nass, für große Fische und zum Anfassen von Aalen eignet sich ein nasses Tuch besser als die bloßen Hände.

Sitzt der Haken im Maul des Fisches, entfernt man ihn mit den Fingern. Für große Haken nimmt man besser eine Aterienklemme oder eine klein Flachzange. Hat der Fisch den Haken tief geschluckt, hilft nur noch der Hakenlöser.

Wenn der Haken in der Lippe des Fisches sitzt, hält man ihn fest in der Hand, mit dem Maul nach oben, damit man den Haken besser sieht.
Dann nimmt man den Hakenschenkel fest zwischen Zeigefinger und Daumen und schiebt den Haken entgegen der Eindringrichtung zurück. Löst sich der Haken nicht gleich, kann man ihn auch leicht hin und her bewegen. Unter keinen Umständen darf man am Haken ziehen.

Verwendung-eines-hakenloesers

haken-mit-aterienklemme-loesenBeim Hakenlöser handelt es sich um einen 3 mm dicken und 13 cm langen Kunststoffstab. Das eine Ende ist so beschaffen, dass man auch tief geschluckte Haken ohne große Verletzungen lösen kann (siehe Abb. vorige Seite). Hakenlöser aus Kunststoff eigenen sich besser als aus Metall, weil sie die Verletzungsgefahr auf ein Minimum herabsetzen und zudem an der Wasseroberfläche schwimmen, falls sie einmal ins Wasser fallen sollten.

Am besten eigenen sich Hakenlöser mit einer röhrenförmigen Spitze. Andere Typen, etwa mit einem V-förmigen Ende finden den Haken nicht zuverlässig und führen oft zu Verletzungen.

Das Verbiegen sehr feindrähtiger Hakenschenkel beim Lösen festsitzender Haken kann man vermeiden, indem man statt der Finger gleich den Hakenlöser verwendet.

Die Aterienklemme eignet sich gut, um große Haken aus großmäuligen Fischen (Hecht, Zander, Döbel, Karpfen usw.) zu lösen. Mit diesem Instrument bekommt man den Haken gut zu fassen und schützt seine Finger zugleich vor Raubfischzähnen. Man geht dabei wie beim oben beschriebenen Hakenlösen vor.

Zurücksetzen der Fische

das-tut-man2Untermaßige oder in der Schonzeit gefangene Fische müssen ins Wasser zurückgesetzt werden.
Fische dürfen nie zurückgeworfen werden, sie werden dadurch geschockt. Ein behutsam zurückgesetzter Fisch wird kaum leiden.

Setzen Sie den Fisch mit der Hand langsam ins Wasser. Lassen Sie ihn niemals hineinfallen.
Vergewissern Sie sich zuvor, das der Fisch an der Einsetzstelle ausreichend tiefes und hindernisfreies Wasser zum Wegschwimmen hat. Wo dichter Krautbewuchs am Ufer das Wegschwimmen erschwert, sollte man ihm mit einem Stock einen kleinen Fluchtweg ins freie Wasser verschaffen.

Falls der Fisch nicht vollkommen erschöpft ist, sollten Sie ihn sofort zurücksetzen. Vom Drill ermüdete Fische muss man manchmal etwas schützen, bevor sie wieder alleine schwimmen können – aber dabei nicht mit ihnen spielen!

Sobald der Fisch aus eigener Kraft davonschwimmen kann, lässt man ihn los. Er wird dabei möglichst mit beiden Händen sanft entgegen der Strömung gehalten.

 

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