ACHTUNG! In den geschlossenen Gewässern des ASV Hamburg ist das Anfüttern verboten. Ebenso in vielen anderen Gewäsern – bitte VORHER erkundigen!

Korrektes Anfüttern macht –mehr als alles Andere –den erfolgreichen Angler aus.
Nur wer die Anfüttertechniken beherrscht, wird beständig gute Fänge machen.

Viele Angler können den richtigen Angelplatz finden, in der richtigen Methode fischen und den Köder sauber präsentieren. Trotzdem fangen sie nicht viel. Falsches Anfüttern ist oft der Grund.

Kleine bis mittlere Rotaugen, Brassen, Hasel, Döbel, Barsche und Rotaugen leben in Schulen. Die meiste Zeit durchstreifen sie ihr Revier auf der Suche nach Nahrung. Wo sie Futter finden, da bleiben sie so lange, bis das Futter aufgebraucht ist.

Wenn Sie nicht anfüttern, werden Sie nur ab und zu einen Fisch fangen, auch wenn ganze Schulen vorbeischwimmen. Um die Fische anzulocken und sie am Angelplatz zu halten,

muss man wissen, was, wie viel und wie oft man anfüttern muss oder darf.

 

Was füttert man an?
Lockfutter lässt sich in zwei Arten einteilen.

Erstens:    
Loses Futter, wie z. B. Maden oder andere Köder, die sonst am Haken sitzen, werden mit der Hand,
dem Katapult oder einem Swimfeeder (Futterkorb) der an einem Ende geschlossen ist, eingeworfen.

Zweitens:     
Grundfutter, d. h. angefeuchtetes Paniermehl. Es wird mit der Hand, dem Katapult oder einem an beiden Seiten offenen Swimfeeder eingebracht. In das Grundfutter kann man noch Maden, Caster, Mais oder andere Leckerbissen mit untermischen.

futterschleudern

Es ist wichtig zu wissen, wann man Grundfutter und wann man loses Futter als Lockfutter verwendet.
Brassen und Rotaugen lockt man normalerweise mit Grundfutter an. Rotaugen, Döbel, Hasel, Barben und Barsche mögen lieber loses Futter.

Wer mit Grundfutter in klarem, kaltem Wasser anfüttert, macht seinen Angelplatz leicht „tot“. Denn der Einwurf der Futterballen verscheucht die Fische. Hier ist lose eingeworfenes – so genanntes Partikelfutter - angebracht.

Wieviel und wie oft?
Lockfutter soll die Fische anlocken und sie am Angelplatz halten, ohne sie zu sättigen. Die alte Regel „wenig aber oft“ ist dabei richtig.

maden-auf-der-handWenig:     
Wer Lockfutter sparsam einbringt zwingt die Fische, um jeden Futterbrocken zu kämpfen.
Man beginnt mit einem etwa walnussgroßen Grundfutterball, etwa einem Dutzend Maden oder auch beidem. Wenn die Fische nur vorsichtig beißen, nimmt man sogar nur die Hälfte, um den Futterneid noch mehr zu schüren. Das macht die Fische unvorsichtig.
Wenn die Fische gut beißen, verdoppelt man die Menge, um sie länger am Platz halten zu können.

Oft:   
 Eine andauernde Futtereingabe baut im Wasser einen stetigen Strom von nach unten sinkendem Futter auf. Dadurch werden die Fische während der gesamten Angelsitzung angelockt. Wer mit der treibenden Pose im Fließwasser fischt, sollte bei jedem Auswerfen auch Lockfutter mit eingeben.
In stehenden oder nur langsam fließenden Gewässern wird ca. alle 5 Minuten nachgefüttert – aber immer daran denken, keine zu großen Mengen.

voller-setzkescherAusnahmen:     
Die wichtigste Ausnahme bei der „Wenig-aber-oft-Methode“ ist das Brassenfischen. Brassen mögen es nicht, wenn dauernd Futter auf ihre Köpfe regnet. Man legt deshalb mit viel Futter einen Futterteppich auf den Gewässergrund. Die Brassen werden gefangen, bevor man neues Futter eingibt.

Wenn Sie beim Brassenangeln neu anfüttern, sollten die Brassen beim Fressen ihre Köpfe unten haben, um davon wenig Notiz zu nehmen. Wenn zu viele Kleinfische das Angeln unmöglich machen, kann man sie verjagen, indem man plötzlich eine große Menge Futter einwirft.

 

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