duftende-maden800Bei den Boilie-Anglern haben sich zusätzliche Duftstoffe schon lange durchgesetzt. Lesen sie, wie man Maden mit Duftstoffen und Farben noch attraktiver machen kann.

Viele Angler denken, dass es beim Angeln wichtig ist, dass der Fisch den Köder gut sehen kann. Da die meisten Gewässer jedoch trübe sind und es von Haus aus nicht viel zu sehen gibt, spielt die Sichtigkeit eines Köders nur eine sekundäre Rolle.

Da sich aber Geruchsstoffe im Wasser wesentlich besser lösen und verteilen als an der Luft, spielt der Geruch (bzw. Geschmack) eines Köders eine viel größere Rolle.

Unsaubere Maden riechen nach Ammoniak und das schreckt die Fische ab. Dieser Geruch wird durch die Reinigung der Maden stark reduziert und der verbleibende Geruch kann durch

Duftstoffe überdeckt werden.

 

Wie aber kann man wissen, welcher Duft die Fische anlockt?
Einige Angler behaupten, dass liebliche Düfte wie z. B. Vanille während der warmen Monate am besten eingesetzt werden und würzige Düfte wie Kurkuma am besten während des Winters. Ich selbst gehe immer davon aus, dass am besten wirkt, was auch im Gewässer vorkommt – wie z. B. der Duft oder Geschmack von Zuckmückenlarven. Aber das muss jeder Angler für sich selbst herausfinden.

Manche Gerätehändler bieten flüssige Duftstoffe – sogenannte „Flavors“ - in verwirrender Vielzahl an, so dass man fast der Meinung ist, in einer Parfümerie gelandet zu sein. In der Hauptsache werden all diese Duftstoffe von den Karpfen-Anglern verwendet um ihre Boilies zu würzen.

In Gewässern, in denen diese Duftstoffe viel angewendet werden, hat man aber festgestellt, dass auch andere Fischarten wie Rotaugen und Brassen, diese Gerüche bevorzugen. Die Fische haben sich ganz einfach an diese Gerüche gewöhnt und gelernt, dass sie Futter bedeuten.

Es werden aber auch Geruchsstoffe in Pulverform angeboten, die vermischt mit Mais- oder Paniermehl dem Lockfutter beigemischt werden. Besonders beliebt sind Vanille, Karamell, Koriander und Anis.
Bevor die Lockstoffe nun aber den Maden zugesetzt werden, muss man sie gründlich reinigen, um den Ammoniak-Geruch abzuschwächen (siehe hierzu Artikel: „Maden – unwiderstehlich“). Auch müssen die Maden von Säge- oder Maismehl befreit werden, da die Geruchsstoffe sonst von diesem absorbiert werden.
Für einen halben Liter Maden genügen zwei Teelöffel des Pulverförmigen Geruchsstoffes und 5 bis 6 Tropfen flüssigen Flavors.

maden-richtig-ankoedernSchwimmen oder sinken?
Die Geschwindigkeit mit der eine Made im Wasser absinkt, ist beim anfüttern ein wichtiger Faktor. In einigen Situationen, z. B. beim Anfüttern in schnell fließenden Flüssen, muss das Lockfutter schnell auf den Grund absinken. Woanders ist es aber vorteilhafter, wenn es nur langsam als Wolke absinkt.

Ob die Maden nun langsam oder schnell sinken, hängt davon ab, womit sie gefüttert wurden. Maden die mit Fleisch gefüttert wurden sinken schneller, als solche, die Fisch bekommen haben.

maden-das-schwimmen-beibringenSowohl den mit Fisch, als auch denen mit Fleisch gefütterten Maden kann man jedoch das Schwimmen beibringen. Mit schwimmenden Maden lassen sich z. B. Karpfen, Ukelei, Hasel, Döbel und Rotfedern fangen. Solch schwimmende Maden können aber auch dazu verwendet werden, Haken und Köder langsam absinken zu lassen. Denn wenn der Köder durch die letzen 30 cm zum Grund sinkt, ist es besonders wichtig, dass er sich möglichst natürlich verhält. Das zusätzliche Gewicht selbst eines kleinen Hakens genügt aber schon, um einen Hakenköder schneller sinken zu lassen, als das Lockfutter. Dies lässt sich durch die Verwendung einer Made verhindern, die zu einem Schwimmer ausgebildet wurde. Ein kleiner Trick, der unbedingt in jeden Anglerkopf gehört.

 

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