WolfsbarscheAn unseren nordischen Küsten ist der Wolfsbarsch noch ein reiner Sommergast und ist eigentlich im Atlantik bis nach Südfrankreich hoch und im Mittelmehr beheimatet. Von Jahr zu Jahr dringt er jedoch aufgrund der globalen Erwärmung weiter nach Norden vor. Sogar in der Ostsee wird er beim Brandungs- und Spinnfischen hin und wieder schon erbeutet.

In der Sterne-Küche wird diese Fischart als „Loup de mer“ bezeichnet und erzielt bei Feinschmeckern hohe Preise. Wer diesen köstlichen Fisch schon einmal gegessen hat, wird das sicher verstehen und sich besonders darüber freuen, dass der Wolfsbarsch nicht nur den Netzfischern vorbehalten ist, sondern auch mit der Angelrute gefangen werden kann.

Wolfsbarsche sind bisher

nur Sommergäste in Nord und Ostsee. Bis Ende September kann man sie in der Regel fangen, danach schwimmen sie zurück in wärmere Gefilde oder verschwinden ins tiefe Wasser, wo sie für den Uferangler unerreichbar sind. Wolfsbarsche kommen in der Nordsee mit der Flut in die Uferbereiche, wo sie dann für den Spinn- und Brandungsangler erreichbar sind. Brandungsangler, die ja eine größere Wurf- und Reichweite haben, können ihn bei günstigen Verhältnissen (Jungfische oder Heringe am Ufer) aber auch ganztags fangen.

 

An der Küste findet man ihn bevorzugt in der Nähe von Wasser-Bauwerken, sowie Häfen und anderen geschützten Gebieten. Ebenso gerne mögen sie große Felsen, sowie Tangfelder. An manchen Tagen findet man sie selbst in der Brandung, direkt vor den Füssen, auf Sandstränden. Kleinere und mittlere Wolfsbarsche jagen in der Regel in kleinen Gruppen. Deswegen erzielt man an manchen Tagen gute Fangergebnisse. Von August bis etwa Ende September ziehen die „Meerwölfe“ wie die Fische auch genannt werden, zum Laichen in die Flussmündungen. Kleine Fische und Krebstiere zählen zur bevorzugten Beute.

 

Gerät und Köder
Spinnfischen:

Spinnruten mit einer Länge von 2,70 bis 3,00 m und einer um die 10kg tragenden, geflochtenen Schnur, auf der Rolle, eignen sich hervorragend um Wolfsbarsche mit den gleichen Kunstködern zu fangen, wie sie auch auf Meerforelle und Lachs zum Einsatz kommen (z. B. Hansen Flash).

Es gibt aber auch Tage an denen die Wolfsbarsche fast nur auf Wobbler gehen oder nur auf Twister und Gummifische. Deswegen besteht ein Wolfsbarsch-Angeltag immer zuerst daraus, auszuprobieren welcher Köder fängt. Als Toppköder erwiesen sich ca. 10 cm lange Twister in der Farbe „Japanrot“, gelbe Twister und große, buschige Feder-Jigs.
Wenn die Barsche flacher stehen benutzt man Meeres-Wobbler aller Arten. Diese werden mal schnell und gleichmäßig, mal langsamer und ruckartig eingeholt.

An anderen Tagen fängt man fast nur mit Oberflächenködern wie dem Popper. Das ist meistens der Fall, wenn Fischbrut an Molen oder in Häfen oberflächennah steht.

Sehr gute Plätze um Wolfsbarsche mit der Spinnangel zu überlisten sind kleine Häfen, Molen, felsige Ufer und Uferabschnitte mit „unreinem“ Grund – einem Grund also, auf dem sich Steine, Felsen, Seetang und sandige Abschnitte abwechseln. Beim Spinnangeln kann man immer mit interessanten Beifängen rechnen, wie zum Beispiel mit Dorsch und (saisonal begrenzt) Hornhechten. Seltener auch mit einer schönen Meerforelle.

Brandungsangeln:
brandungsangeln-sonnenuntergangWolfsbarsche kann man auch sehr gut mit einer herkömmlichen Brandungsausrüstung fangen. Einige Fische werden sicherlich auch auf Wattwürmer gefangen. Die besten Fänge, da sind sich viele erfahrene Angler einig, erzielt man aber mit Fischfetzen oder kleinen Köderfischen.

Besonders gerne werden Stücke von Hering und Makrele benutzt, aber Sardine und Tintenfisch sind auch fängig. Besonders viele Wolfsbarsche scheint es an sehr felsigen Stränden mit vereinzelten Krautbetten zu geben. Viele Barsche fängt man in der Brandung aber nur, wenn die Fische tief stehen z.B. im Frühjahr.

Dem Brandungsangeln ähnlich ist das Angeln mit einer Posenmontage in Häfen. Der Schwimmer wird je nach Wassertiefe eingestellt und mit einem Köder, wie Fischfetzen oder Garnele, ausgeworfen. Besonders erfolgversprechend ist es, wenn man den Köder direkt neben Schiffe oder Stege wirft. Auch Molenspitzen sind immer einen Versuch wert.

Wenn die Flut gerade erst einbricht kann man mit dieser Methode sehr gute Fänge erzielen. Noch ist der Wolfsbarsch beim konventionellen Brandungsangeln auf dem europäischen Festland noch ein Beifang – aber er wird an vielen Stellen konstant häufiger.

Eine sehr beliebte Methode auf Wolfsbarsch, ist im Ärmelkanal immer das Schleppfischen. Also, wenn sie mal nach Holland kommen, versuchen sie unbedingt das Angeln auf „Zeebars“.

Er ist kampfstark und echt lecker!

Super Plätze findet man an der Mole in Vlissingen und vielerorts in der Provinz „Zeeland“. Ebenso kann man im Urlaub in England oder am Mittelmeer, sowie der französischen Atlantikküste (besonders in der Bretagne) mit guten Chancen auf diesen tollen Fisch rechnen.

Auch in Deutschland und Dänemark wird man in Zukunft mit immer besseren Fängen rechnen können. Wir und alle anderen Leser der HAC (Hamburger Angler Community) würden sich freuen, wenn Sie uns ihre Fangerfolge und –erfahrungen in unserem Forum mitteilen würden.

 

Buch WolfsbarschWeitere Informationen zum Angeln auf Wolfsbarsche findet man auf der Website von Robert Staigis (www.wolfsbarsch.com) , der auch der Autor des ersten Wolfsbarsch-Angel-Buches ist.

Robert Staigis beschreibt eingängig und detailliert die Vorlieben des Wolfsbarsch, erfolgreiche Angelmethoden und die Wahl der richtigen Hotspots. Vom modernen Kunstköderangeln bis hin zum klassischen Angeln mit Naturködern auf Wolfsbarsch bekommen Anfänger und Profis viele Tipps und Anregungen aus seiner langjährigen Praxis als erfolgreicher Wolfsbarsch-Angler.
Auch Gastautoren kommen zu Wort, jeder ein echter Experte auf seinem
Gebiet.

 

Zum Seitenanfang